Zwangsverwaltung und Notverkauf: Das droht Nestlé in Russland

Protestors carry placards with "Boycott Nestle" as they take part in a demonstration against the Russian invasion of Ukraine on the sideline of the Financial Times Commodities Global Summit, in Lausanne, Switzerland, Tuesday, March 22, 2022. Russian troops entered Ukraine on 24 February prompting the country's president to declare martial law and triggering a series of severe economic sanctions imposed by Western countries on Russia. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé hat die Kontrolle über einen Teil seines Geschäfts in Russland verloren. Die Entscheidung wurde im Rahmen einer gerichtlichen Anordnung getroffen, die die Übernahme von Vermögenswerten durch staatliche Behörden vorsieht.

Die Maßnahme folgt auf ähnliche Entwicklungen bei anderen westlichen Konzernen, darunter Danone und Carlsberg, die ebenfalls mit staatlicher Überwachung und möglichen Notverkäufen ihrer russischen Tochtergesellschaften konfrontiert sind.

Nach Angaben der Schweizer Medien wird Nestlé nun versuchen, die betroffenen Vermögenswerte zu veräußern, um die Kontrolle zu behalten und die Auswirkungen auf die Unternehmensstruktur zu minimieren. Die genauen Bedingungen des Verkaufs und die potenziellen Käufer wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Situation spiegelt die zunehmende Unsicherheit für internationale Unternehmen in Russland wider, die unter dem Druck geopolitischer Spannungen und Sanktionen stehen.

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